Krenek, Ernst

Novelle

Die drei Mäntel des Anton K.

Herausgegeben von Matthias Henke

144 Seiten, acht Abbildungen, Fadenheftung, Klappenbroschur,

24 €

Soeben erschien, wie ja bereits vom Ernst Krenek Institut Krems gepostet, die Novelle „Die drei Mäntel des Anton K.“ des österreichischen Komponisten Ernst Krenek (1900 Wien -1991 Palm Springs) im Verlag Edition Memoria. Krenek war eine der produktivsten und vielseitigsten Persönlichkeiten der Moderne. Er schuf 240 Kompositionen aller Gattungen (Opern, Symphonien, Chorwerke, Solostücke), stilistisch von der Spätromantik bis zur Zwölftonmusik – seine Oper „Jonny spielt auf“ (1927) wurde ein Sensationserfolg. Darüberhinaus schrieb er hunderte von Aufsätzen und tausende Briefe und stand in regem Austausch mit vielen bedeutenden Kulturschaffen- den des 20.Jahrhunderts, wie Thomas Mann, Rainer Maria Rilke, Arnold Schönberg, Hans Eisler, Alban Berg, Igor Strawinski, Oskar Kokoschka oder Theodor W. Adorno (soeben erschien der umfangreiche Briefwechel Adorno- Krenek bei Suhrkamp). Eine zeitlang war er mit der Bildhauerin Anna Mahler, Tochter von Alma Mahler-Werfel, verheiratet. 1938 emigrierte der dezidierte Antifaschist in die USA, von wo er wie so viele Kultur-Emigranten auf Dauer nie mehr zurückkehrte. In der Novelle „Die drei Mäntel des Anton K.“ thematisiert Krenek die Schwierigkeiten seiner Emigration, die Ausweglosigkeit und das Ausgeliefertsein infolge von Passverlust und Behördenwillkür in kafkaesker Manier. Die vorliegende erste Einzelbuchveröffentlichung vereint die beiden von Krenek auf Deutsch 1938 und auf Englisch 1944 ver- fassten Versionen, ergänzt durch ein instruktives Vorwort des Musikwissenschaftler Matthias Henke – eine literarische Entdeckung, ein bedeutendes Dokument der Exil- Literatur, ein beeindruckendes Zeugnis der Bilingualität seines Verfassers Ernst Krenek.